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Schach macht Spaß :)

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Jobava räumt weiter auf

Nach dem ich in meinem letzten Post schon skizziert habe, welche Rolle Baadur Jobava in Tashkent spielt, hat er mich heute auf's neuerliche Überrascht. Gegen keinen geringeren als Boris Gelfand, seines Zeichens ein Weltmeisterschaftskampfbestreiter, eröffnete er mit der uralten Owen-Verteidigung. Noch nie gehört? Kein Problem! "Erfunden" wurde sie vom geistlichen und seiner Zeit recht guten Amateurspieler John Owen. Dieser konnte 1857 Paul Morphy in London besiegen. Und weil das so gut klappte, hat sich Baadur gedacht: "Machen wir!" 1.d4 d6 2.c4 b6 ;)


Boris hat sich in seiner Partie mit c4,d4,e4 und f4 aufgebaut. Das sieht in meinen Augen sehr aggressiv aus und irgendwie sehr wackelig. Als der Israeli dann auch noch bei unrochierten Königen einen Bauern auf g7 fraß und schwarz die Möglichkeit gab mit dem Turm auf g2 einzusteigen, war die Partie schon ausgesprochen schwierig zu spielen. Die schwarzen Figuren wurden am Königsflügel einfach viel zu aktiv, das weiße Zentrum bröckelte und fiel dann komplett in sich zusammen.






Damit führt Jobava zusammen mit Nakamura und Andreikin. Gelfand hat mit seiner zweiten Niederlage in Folge die Rote Laterne übernommen. Alle anderen Partien endeten Remis.




An der interessanteste Remispartie waren Mamedyarov und Karjakin beteiligt. Im Nimzoinder mit 4.f3 fanden sich, Stellungstypisch, viele taktische Ideen. Shak hatte eine Menge Raum- und Entwicklungsvorteil. Um das ganze in "Bares" umzumünzen wickelte der Aseri in eine Stellung ab, die ihm zwei Freibauern bescherten, in dem er aber zwei Springer für einen Turm lassen musste. Karjakin gelang es seine Pferde zu aktivieren um Gegenspiel zu kreieren.





Heute ist dann erst mal Ruhe angesagt.